Hörgerät und Brille gegenübergestellt

Hörverlust im Vergleich zur Sehschwäche

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12.01.2017

Das Gehör und das Sehvermögen – beides äusserst empfindliche und wichtige Sinnesorgane, die uns viele Schwierigkeiten bereiten, wenn sie nicht richtig funktionieren. Ihre Schwächen aber beeinträchtigen uns unterschiedlich in unserem täglichen Leben.

Bei einem Optiker, werden Sie gebeten, auf eine Buchstaben-Tabelle zu schauen, um eine allfällige Sehschwäche zu erkennen. Bei einer Sehschwäche ist es Ihnen höchst wahrscheinlich nicht möglich, die unteren und kleineren Buchstaben der Tabelle zu lesen, da Sie diese verschwommen wahrnehmen. Ihre Augen können nicht mehr richtig fokussieren und deshalb sind die Buchstaben unscharf. Das Alter gehört zu den Ursachen einer Sehschwäche. Unsere Augen verlieren mit dem Alter die Fähigkeit, nahe gelegene Gegenstände zu fokussieren – diese werden dann unscharf wahrgenommen. Alle Aktivitäten, die das Fokussieren von nahen Gegenständen erfordern – wie lesen – werden nach und nach schwieriger. Diese Sehschwäche zu nahen Gegenständen verändert sich nicht; sie ist gleichmässig, wie es auf dem Bild dargestellt ist.

Unsere Ohren verlieren allmählich die Fähigkeit, hohe Frequenzen zu hören – dies durch eine Beschädigung und durch das Altern. Aber im Gegensatz zur Sehschwäche sind deren Auswirkungen nicht gleichmässig. Die Sprache besteht aus vielen verschiedenen Frequenzen und Tönen. Können wir hohe Töne nicht mehr vernehmen, empfinden wir es als schwierig, bestimmte Buchstaben, wie «f», «s» und «t» zu verstehen, weil diese hohe Frequenzen beinhalten. Solche Buchstaben können auch bei lauten und tiefen Tönen wie bei «a», «o» und «u» untergehen. Im Gegensatz zur Sehschwäche, beeinträchtigt ein Hörverlust viele verschiedene Abschnitte der Sprache, die während eines Gesprächs erforderlich sind.

Um Sprache zu verstehen, müssen wir das vollständige Bild sehen.

Menschen mit Hörverlust können hören, wenn andere Personen reden, können aber das Gesprochene nicht verstehen. Sie können hören, aber ihre Fähigkeit zuzuhören und zu kommunizieren mit anderen Personen, ist verkürzt. Bei einer wirksamen Versorgung geht es aber nicht nur darum, das Gesagte zu verstärken. Es geht darum, die genauen Töne und Frequenzen, die der Hörbeeinträchtigte nicht verstehen kann, anzuheben. Deshalb ist es entscheidend, dass Hörgeräte durch den Hörgeräteakustiker richtig eingestellt werden.

 

 

Haben Menschen Mühe richtig zu sehen, ist es üblich Sehbrillen zu tragen. Diese Sehhilfen können in vielen Situationen helfen; sie können für spezielle Einsatzmöglichkeiten bestimmt werden – wie zum Lesen oder zum Arbeiten vor dem Computer. Heutzutage ist es normal Menschen mit Brillen zu sehen – oft werden Brillen auch als Accessoire zur Mode benutzt. Obwohl Hörgeräte heutzutage sehr diskret und modern sind – und in vielen verschiedenen Farben zur Verfügung stehen – vermeiden viele Menschen den Gang zum Hörexperten. Es gibt viele Gründe – wie Verlegenheit und falschen Stolz – warum Menschen durchschnittlich 7 Jahren brauchen, bis sie endlich Hilfe für ihre Hörminderung in Anspruch nehmen.

Gemeinsamkeiten zwischen Hörverlust und Sehschwäche

Obwohl sich Hörverlust und Sehschwäche in vielen Aspekten unterscheiden, gibt es aber auch einige Gemeinsamkeiten:

  • Beide Schwächen können durch Experten verringert werden
  • Es gibt moderne und unauffällige Modelle
  • Ein Eingestehen und eine Behandlung helfen dem Betroffenen eine höhere Lebensqualität zu erhalten
  • Vernachlässigung hat ernsthafte Konsequenzen wie Müdigkeit, geistiger Verfall und soziale Isolierung
 

 

 

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