Was wissen Sie über Tinnitus?

2 November 2017

Tinnitus wird oft als „Ohrgeräusch“ bezeichnet und kann in Form unterschiedlicher Geräusche wie Zischen, Pfeifen oder Rauschen auftreten.

Frau hält sich die Ohren zu 

All diesen Geräuschen ist gemeinsam, dass sie nur für die Person hörbar sind, die unter Tinnitus leidet.

Grund dafür ist, dass Tinnitus ein Symptom für Schäden oder Funktionsstörungen innerhalb des Gehörs ist. Er kann viele Ursachen haben, etwa Lärmbelastung.


Tinnitus ist häufig mit Hörverlust verbunden

Über 80% der Menschen mit Tinnitus leiden auch unter einem gewissen Hörverlust. Viele Tinnitus-Patienten wissen jedoch gar nicht, dass bei ihnen ein Hörverlust vorliegt. Glücklicherweise können Spezialisten beide Erkrankungen mit Hörgeräten behandeln: Heutzutage sind Hörgeräte erhältlich, die beruhigende und entspannende Klänge abgeben.


Warum „erfinden“ wir Geräusche, die gar nicht vorhanden sind?

Fachleute wissen nicht genau, warum wir Geräusche hören, die nicht vorhanden sind. Viele vermuten, dass dies daran liegt, dass das Hörsystem auf Schäden reagiert, indem es versucht, fehlende Signale auszugleichen.

Bei manchen Menschen, die unter Tinnitus leiden, liegt jedoch gar kein Hörverlust vor. Für Tinnitus muss es also noch weitere Ursachen geben, er ist demnach nicht nur ein Symptom des Hörverlusts.


Faktoren, die sich auf Tinnitus auswirken:

Achten Sie auf auditorische Stimulation – Stellen Sie sicher, dass Sie gut hören, indem Sie sich bei Bedarf ein Hörgerät verschreiben lassen. Dies kann helfen, das Auftreten von Tinnitus-Symptomen zu verringern.

Smoothies und weiteres grünes Gemüse

Achten Sie auf ausreichenden Schlaf – Wenn Sie nicht ausreichend schlafen, kann sich Ihre Durchblutung verringern, was sich sowohl auf den Hörverlust als auch auf den Tinnitus auswirkt. Zudem können Sie Ihren Kopf durch ein zusätzliches Kopfkissen anheben, was den Blutstau verringern kann. Dies kann sich ebenfalls positiv auf Ihren Tinnitus auswirken.

Essen und trinken Sie gesund – Alkohol, Zigaretten, Kaffee und künstliche Süssstoffe (Aspartam) können sich negativ auf Hörverlust und Tinnitus auswirken.

Zwar gibt es für Tinnitus kein Heilmittel. Es lohnt sich jedoch, diese Faktoren zu berücksichtigen und zu versuchen, darauf zu achten, ob sie sich auf Ihren Tinnitus auswirken.

Eines ist wichtig: Wie Sie sich fühlen, wirkt sich stark darauf aus, ob Sie den Tinnitus als mehr oder weniger störend empfinden. Wollen Sie die Auswirkungen verringern, ist es daher oft wichtig, dass Sie ihn soweit wie möglich ignorieren.

Der beste erste Schritt ist, einen Hörsystemakustiker aufzusuchen.


Wirksame Tinnitus-Behandlung

Die Faktoren, die Ihren Tinnitus beeinflussen, müssen also berücksichtigt werden. Daneben gibt es aber noch zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten.

Manche Menschen spielen neben ihrem Bett weisses Rauschen ab bzw. Klänge, die keine erkennbaren Merkmale aufweisen. Durch dieses Hintergrundgeräusch lassen sich die Tinnitus-Geräusche im Kopf übertönen, sodass der Betreffende beim Einschlafen stärker abgelenkt wird.

Es gibt immer mehr Hörgeräte, die mit derartigen Technologien ausgestattet sind. Sie werden von einem Hörsystemakustiker entsprechend Ihren Tinnitus-Symptomen programmiert, sodass Ihnen verschiedene entspannende Klänge zur Verfügung stehen, die Sie nach Bedarf auswählen können.


Wie kann ich meinen Tinnitus einem Spezialisten beschreiben?

Wir wissen, dass er nicht leicht zu beschreiben ist! Vielleicht hilft es Ihnen, sich vor Ihrem ersten Besuch bei einem Spezialisten Gedanken über die Geräusche zu machen.

  • Wann trat der Tinnitus zum ersten Mal bei Ihnen auf? Traten bei Ihnen zu diesem Zeitpunkt auch Hörstörungen auf?
  • Ist es ein hoher oder ein tiefer Ton? Ist er laut oder leise?
  • Verändert sich das Geräusch im Lauf des Tages?
  • Wie und wann unterscheidet es sich?
  • Wird es in bestimmten Situationen schlimmer?
  • Wird es schlimmer, nachdem Sie Kaffee getrunken haben oder wenn Sie sich in einer lauten Umgebung befinden?
  • Tritt es in beiden Ohren auf?

 

Ursachen für Tinnitus

Die häufigste Ursache für Tinnitus ist eine Schädigung der Sinneszellen in der Cochlea bzw. Hörschnecke. In diesem schneckenförmigen Organ im Innenohr werden die Töne in elektrische Signale umgewandelt. Schädigungen der darin befindlichen Haarzellen verursachen Tinnitus und Hörverlust.

Tinnitus kann jedoch auch durch Mittelohrentzündung, Ablagerungen von Ohrenschmalz, entzündete Blutgefässe um das Ohr, Arzneimittel sowie Angst und Stress verursacht werden.

Jüngste Forschungsergebnisse lassen darauf schliessen, dass ein Tinnitus in beiden Ohren – vor allem bei Männern – auch genetische Ursachen haben kann.


Tinnitus verhindern

Wie beim Hörverlust ist die beste Lösung, Tinnitus zu verhindern, einen Gehörschutz zu tragen, wenn Sie sich in einer Situation befinden, in der Lärm eine Gefahr darstellen könnte. Zudem ist es wichtig, sich vom Lärm fernzuhalten, und zwar so oft wie möglich und so lange wie möglich.

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